Annett Kuhlmann

Annett Kuhlmanns Faszination für Blumen begann früh: aufgewachsen auf einem Bauernhof in der Nähe von Hamburg verdiente sie ihr erstes eigenes Geld mit dem Verkauf von selbstgepflückten Blumensträußen vor der elterlichen Haustür. Nach dem Realschulabschluss ging sie nach Hamburg um eine Ausbildung als Floristin zu absolvieren und das langjährige Hobby zum Beruf zu machen.

Während eines längeren Aufenthalts in London begann sie außerdem ihre zweite Passion, die Fotografie, ernsthaft zu verfolgen. Neben Jobs beim high end Blumenladen Absolute Flowers der sie u.A. auf ausladende Hochzeiten und in Madonnas Privatwohnung führte, belegte sie Foto Kurse und füllte ihr privates Archiv mit eigenen Arbeiten.

Seit 2006 betreibt Annett mit zwei Partnern den Blumen- und Interiorladen Marsano in Berlin Mitte, der sich innerhalb kurzer Zeit zu einer spannenden Plattform für kreative Kollaborationen etabliert hat. Auf der Grundlage ihres eigenen multidisziplinären Backgrounds, lässt sie ihr Wissen in die Zusammenarbeit mit Künstlern und Gestaltern aus verschiedenen Bereichen einfließen. Für die S/S 2013 Kollektion des Berliner Modedesigners Vladimir Karaleev arbeitete sie an textilen Blumenprints und für das Artwork der Band „Videoclub“ entwarf sie mit Grafik Designer Till Wiedeck abstrakte Blumenarrangements.

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Was magst du an der Wohngegend um den Arkonaplatz?
Ich liebe es am Freitag auf dem Markt am Arkonaplatz Fisch zu essen und am Sonntag mit meinem Freund Christof auf den Flomarkt zu gehen. Der Blick auf die Zionskirche ist fantastisch. Es ist eine fast dörfliche Gegend mitten in der Großstadt, das liebe ich.

Was sind deine Lieblingsorte in der Nachbarschaft?
Ich liebe den Mauerpark und vor der Zionskirche gibt es diese Bänke auf denen man super in der Sonne sitzen kann. Bei Bonanza Coffee Heros in der Oderbergerstraße gibt es großartigen Kaffee! Wenn ich was schnelles Essen will, gehe ich ins umgedrehte M auf der Kastanienallee und zum Biertrinken in den Prater.

Warst du schon immer an Blumen interessiert?
Ja! Ich bin auf dem Land in der Nähe von Hamburg aufgewachsen und war schon immer draußen unterwegs. Mein erster Job war es, am Samstag vor dem Bauernhof meiner Eltern selbstgepflückte Sträuße zu verkaufen. Davon habe ich mir dann meinen ersten Gymnastikanzug und einen Tuschkasten gekauft. Nach der Schule habe ich in Elmshorn meine Ausbildung gemacht, nach mehreren Wandergesellen Jahren war dann meine letzte Station in Hamburg bei Susanne Smolka im „Blumenhaus Nienstedten“ bevor ich dann 2002 nach London ging.

Wie kamst du dann zur Fotografie?
Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mich mit Worten nicht so gut ausdrücken kann wie mit Bildern. Deshalb war es eine ganz natürliche Entwicklung, mir hat das Fotografieren immer schon Spaß gemacht und Freunde haben mich gefragt ob ich Portraits von ihnen machen kann usw. Professionell angefangen habe ich 2002 in London, wo ich meine ersten Kurse belegte. Ich habe zu der Zeit 4 Tage die Woche als Floristin gearbeitet und zwei Tage Foto Kurse belegt. Als ich wieder in Berlin war, habe ich an der Ostkreuzschule bei Ute Mahler weiter studiert.

Warum London?

Ich wollte Englisch lernen und hatte ein bisschen Geld gespart. Mit einer ELLE Decoration im Gepäck in der die 6 besten Londoner Blumenläden aufgelistet waren, bin ich dann auf Jobsuche gegangen. Der Vater meines Freundes Christoph hatte mir noch den Tip gegeben, bei den großen Magazinen anzurufen und zu fragen, mit welchen Floristen sie für Shoots zusammenarbeiten. Das waren irgendwie immer diese 6 Namen. Das Problem war nur, dass mein Englisch nach einem Realschulabschluss auf dem Dorf echt grottig war. Ich musste einfach nie wirklich Englisch sprechen… Aber ich hab mich irgendwie durchgeschlagen.

Wie war dann der Start dort?
Mein erstes Zimmer habe ich über ein schwarzes Brett an der Uni bekommen. Ich war zuerst etwas skeptisch, weil es eine Jungs-WG war, die umbedingt mit einem Mädchen zusammen wohnen wollten. Im Endeffekt war mein Einzug die beste Entscheidung – wir sind immer noch best friends und wenn ich in London bin, schlafe ich dort. Nach einer Woche hatte ich dann einen Job, der zwar gut bezahlt war aber keine wirkliche Herausforderung.

Wie gings dann weiter?
Ich habe dann bei Absolute Flowers angefangen, was der Blumenladen mit den spannendsten Kunden ist. Ich arbeite immer noch ab und zu als Freelancerin für die.

Freelance Floristin – habe ich noch nie gehört. Wie läuft sowas?
Die buchen mich für bestimmt Jobs. Ich war zum Beispiel zum jüdischen Neujahr da, oder zu großen Hochzeiten oder Bar Mitzvahs. Oder man macht halt bei Madonna zuhause die Blumen… Das sind ganz unterschiedliche Jobs. Wir hier bei Marsano arbeiten auch mit ein paar Freelancern zusammen – zu Weihnachten kommen zum Beispiel Floristen aus Japan, Stockholm, London und Paris um uns zu unterstützen.

Wie hat sich die Wahrnehmung von Blumen und Floristik als Beruf aus deiner Perspektive verändert?
Das kreative Bewusstsein für diesen Beruf wandelt sich im Moment grade in Berlin stark. Die Leute verstehen langsam, dass es sich halt nicht um eine simple Dienstleistung, sondern um eine kreative Arbeit handelt. In anderen Städten wie London und New York läuft das bereits anders. Ich möchte mit meiner Arbeit meine Kunden überraschen und nicht nur das ausführen was sie sich vorher ausgedacht haben.

Was war die beeindruckendste Arbeit eines Floristen die du jemals gesehen hast?
Oh da gibt es viele. Da man sich selbst und seine Sehgewohnheiten immer weiterentwickelt, ändert sich das Beeindrucktsein genauso. Ich erinner mich immer gerne an das Vorstellungsgespräch bei Absolute Flowers in London. Die Chefin Hayley Newstead hat, während wir redeten, einen Stauß gebunden. Das war Wahnsinn was sie an Farben und Formen zusammenstellte. Ich war damals noch sehr in der deutschen Blumenlehre verankert, wir hätten z.B. keine Tulpen und Hyazinthen im Sommer verwendet.

Aber wenn man dann alle Regeln, die man Jahrelang eingetrichtert bekommen hat, bricht, entsteht etwas ganz wunderbares Neues… Dicke fette, ganz aufgeblühte Papagaitulpen kombiniert mit coralfarbenen Pfingstrosen, Dahlien, duftende englische Gartenrosen sowie pinke Hortensieen und Geranien dazu… Das ist schon fantastisch. Hier hat jede Blüte eine eigene Formsprache und einen Ort wo sie im Strauß platziert sein muss um sich zu entfalten. Dies war nun aber alles gebrochen. Fast dekadent. 

Auf der anderen Seite arbeite ich heute auf einem Level, das sehr viel mit Logistik zu tun hat. Da bin ich auch oft beeindruckt, was man mit einem guten Team auf die Beine stellen kann. Mir fällt zum Beispiel die Dior Haute Couture A/W 2012 Show ein.

Hast du die Blumen und die Fotografie mal verbunden?
Eigentlich hasse ich Blumenbilder! Robert Mapplethorpe und ein paar andere Fotografen mal beiseite gelassen, sind die meisten Blumenfotos oft kitschig. 
Im Moment arbeite ich an einer Polaroidserie, für die ich die Sträuße fotografiere die Celebrities an andere Celebrities schicken. Daraus will ich ein kleines Buch machen. Für die Band Videoclub haben wir ein Plattencover gemacht und mit Vladimir Karaleev haben wir die Prints für seine letzte Kollektion zusammen erarbeitet.

Wie lief die Zusammenarbeit mit Vladimir Karaleev ab?
Die Textildesignerin von Vladimir, Nadine Göpfert, hatte mich damals angesprochen ob wir nicht zusammen einen Flowerprint entwickeln wollen. Sie hatte mit ihm bereits ein konkretes Briefing erarbeitet was Farbe, Formen etc. anging. Gemeinsam mit dem Grafik Designer Till Wiedeck, mit dem ich auch für Marsano viel zusammenarbeite, haben wir dieses Briefing dann erstmal in eine Blumenauswahl und dann in Fotografie umgesetzt.

An welchen Fotografischen Projekten arbeitest du im Moment?
Ich fotografiere seit drei Jahren die Teenager Tochter eines Bekannten unter dem Künstlernamen Rabija. Mit 15 war die schon ganz schön krass – Stichwort Sex Drugs Rock‘n‘Roll. Mein Plan war, sie einen Sommer lang zu fotografieren – quasi die Geschichte wie aus einem Mädchen eine Frau wird. Aber ihr Vater meinte da schon, dass ich zu spät dran sei. Von ihr mache ich jetzt jede Woche ein Foto und gebe ihr einen Film für ihre analoge Canon Kleinbildkamera mit. Den verknipst sie und wählt dann aus dieser Serie ein Bild der Woche aus und schreibt dazu einen Satz. Wie ein Tagebuch. Sie ist wunderschön und hat tolle Gedanken.

Wie bekommst du deine beiden Leidenschaften, Blumen und Fotografie, zeitlich unter einen Hut?

Freitags und Samstags sind meine Fototage. Da kümmer ich mich echt nur darum. So handhabe ich das auch in meinem Laden Marsano: alle Mitarbeiter haben eine 4 Tage Woche à 10 Stunden. Sie können natürlich auch 5 Tage machen, aber ich finde es ein super Konzept auch noch Freiraum für eigene Projekte zu haben. Die eine macht ne Tanzausbildung, die andere hat noch ein kleines Modelabel…

Wie verändert so ein Konzept die Arbeitskultur?
Manchen ist es zu anstrengend 10 Stunden am Stück zu arbeiten, aber grundsätzlich ist es eine gute Option. Grade wenn man evtl. eine Fernbeziehung führt oder zugezogen ist, man kann 5 Tage frei haben ohne sich Urlaub nehmen zu müssen.

Was war dein liebster Auftrag/Job?
Mit Absolute Flowers haben wir in London eine Veranstaltung von Garrets Diamanten ausgestattet, das war ziemlich krass. Die wollten sich mehr in der jungen Szene positionieren und haben einen Privatclub mit edlen Teppichen und Samtvorhängen etc. angemietet. Miss Dynamite ist dort aufgetreten, das war für mich vor 10 Jahren total neu. Alle Gäste haben einen kleinen Diamanten im Goodiebag gehabt und der Innenhof war komplett weiß gestaltet – weiße Kiesel, weiße Ledermöbel, ein riesiger weißer Weihnachtsbaum in den wir tausende Spiegelketten gehängt haben… Das war schon ziemlich abgefahren.
Vor zwei Jahren habe ich als Freelancerin an der Hochzeit der Tochter des Carphone Warehouse Inhaber mitgearbeitet. Für den Event haben wir 8 m große Ahornbäume mit Seidenblättern in einem Zelt aufgestellt. Darin hingen tausende silberne Teelichthalter mit Kerzen. Das ist toll, aber ich genieße es auch in etwas kleineren Dimensionen zu arbeiten, mit weniger Druck. In Berlin liebe ich z.B. die Fashion Week. Das sind spannende Jobs, da kann ich mich austoben…

Vielen Dank für den schönen Vormittag, Anett!
Wer mehr über ihre Arbeit erfahren möchte, sollte sich ihre Portfolio Website anschauen und die Marsano homepage anschauen. Auf ihrem Tumblr sammelt das Marsano Team Pflanzen- und Blumenbilder – sehr empfehlenswert!

Photographie: Anna Rose
Text & Interview: Sarah Weinknecht