Douman Pour

Douman Pour ist kein Unbekannter in den zahlreichen Restaurants und Kaffeehäusern der multikulturellen Münchnerstraße in Frankfurt. Nach dem obligatorischen ersten Händedruck blicken einem tiefe dunkle Augen unter markanten Brauen entgegen. Der Interior-Designer gestaltet seit kurzem nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Einrichtung des Frankfurter Nachtlebens mit. “Design ist die Ästhetik des Brauchbaren.” Ein Leitsatz, den der modebewusste Iraner nicht aussprechen wollte, ohne ihn eines Tages auch in die Tat umzusetzen.

Die Entwicklung des “The Parlour” bot sich dafür nur allzu perfekt an. Parallel zu seinem Studium an der HfG in Offenbach eröffnete er die Frankfurter Bar und ließ keinen Winkel aus, um ihn mit einem unverwechselbaren Stil zu versehen. Zusammen mit Yared Hages, einem der bekanntesten Bartender Deutschlands, kreierte er einen Ort an dem der “Otto-Normalverbraucher” Tisch an Tisch mit der jungen Szene zusammenkommt. Auf schweren Chesterfield-Couches will er Kommunikation seiner Gäste und gute Drinks auf höchstem Niveau etablieren.

Zurzeit lebt der Interior-Designer zusammen mit seiner Cousine Leleh in einer WG in Frankfurt Westend. Dort trafen wir ihn persönlich, um mehr über seine Person, seine Projekte und seine Lebens- und Designhaltung zu erfahren.

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Als Interieur-Designer und Möbeldesigner hattest du keinen klassischen Werdegang. Bevor du das Studium an der HfG in Offenbach begonnen hast, studiertest du BWL. Wie kam es dazu?
Neben dem BWL-Studium habe ich als Hobby angefangen, kleinere Produkte zu designen. Das erste kommerzielle Projekt war die Notebooktasche für Affentor Frankfurt. Dieses Projekt hat mich motiviert, mein Interesse an Design weiter zu verfolgen. Letztlich bin ich dazu gekommen, dass es wirklich Ziel meines Lebens ist, zu designen.

Wie hast du dein Interesse dafür entwickelt? Was genau war ausschlaggebend dafür, dieses Hobby auszusuchen?
Ich glaube, das Interesse ist als kleines Kind schon entstanden. Ich habe immer Begeisterung an schönen, kleinen Objekten gefunden. Als kleines Kind habe ich auch immer das Wohnzimmer meiner Eltern umgestellt. Da war ich ungefähr zehn Jahre alt.

In der iranischen Kultur legt man auch Wert auf Einzelheiten und Interieur-Design an sich.
Ja, natürlich gibt es in der persischen Kultur eine lange Geschichte in Architektur, Dekoration und Kunsthandwerk, wie man in Isfahan und Persepolis noch heute sieht. Auch das Taj Mahal wurde von persischen Kunsthandwerkern gebaut.

Im Iran erwart man oft, dass die Kinder Medizin, Jura, BWL oder Architektur studieren. Warum das?
Das ist bestimmt das Bild, das man in Deutschland vermittelt bekommt. Das liegt zu einem Teil daran, dass nach der islamischen Revolution hauptsächlich die Oberschicht aus dem Iran geflohen ist und somit eher das gebildete Bürgertum repräsentiert. Vor allem in Deutschland will man einen hohen Standard setzen, seine Fähigkeiten beweisen und somit gesellschaftlichen Anschluss finden.

Ist Heimat für dich der Ort, an dem du geboren bist?
Ich denke in erster Linie schon. Ich bin dort geboren und die erste Sprache, die ich gesprochen habe, war Farsi. Erste Eindrücke habe ich dort gewonnen. Das kreiert den Bezug zur Heimat. Es war zunächst etwas befremdlich und teils auch traumatisch in einem fremden Land zu sein. Erst als ich älter war, habe ich Deutsch gelernt. Und heute kann ich sicherlich auch in gewisser Weise Deutschland als meine Heimat betrachten.

Was schätzt du an Deutschland besonders?
Zu aller erst die stabile politische Situation. Die Tatsache, dass man hier frei leben kann, sich frei entwickeln und seine Meinung frei äußern kann. Außerdem gibt es hier in Deutschland sehr viele renommierte Designer, die ausschlaggebend für die Designgeschichte sind und von denen man viel lernen kann.

Welche Designer gefallen dir?
Ich persönlich mag Dieter Rams, Joe Colombo, Alvar Aalto, Konstantin Gricic, Tom Dixon, Piero Lissoni. Auch die Arbeit von Mies van der Rohe, dem Architekten, gefällt mir sehr. Nicht zu vergessen auch die Arbeiten von Eames. Es gibt generell so viele inspirierende Designer – da möchte man sich gar nicht auf eine Hand voll festlegen.

Was bietet dir die Stadt Frankfurt an Kreativität? Wie ist es hier als Designer zu leben?
Die HfG gibt mir sicherlich einigen kreativen Input. Ich muss eben sagen, Frankfurt ist eine kleine Stadt. Sie ist sehr kapitalstark. Man hat hier durchaus die Möglichkeit, gute Projekte umzusetzen. Jedoch ist es schwer, neue Wege zu gehen, und man benötigt häufig sehr viel Überzeugungsarbeit, um die Kunden zu sensibilisieren. Den meisten Input bekomme ich durch Reisen, z.B. in London gibt es sehr, sehr viele spannende Einflüsse. Auch in Paris und Berlin. In Metropolen erkennt man hauptsächlich das, was den Unterschied macht.

Wo würde es dich nach deinem Studium hinziehen?
Ich wollte schon immer nach London. Ich hoffe, es klappt.

Der Satz „Design ist die Symbiose aus Pragmatik und Hedonismus.“ Würdest du das heute noch so unterzeichnen?
Das habe ich mal gesagt. In gewisser Weise ist es auch so, aber heute würde ich es ein wenig umschreiben.

Warum siehst du es heute nicht mehr so? Wie würdest du es heute formulieren?
Es hat nicht viel mit Hedonismus zu tun, es geht viel eher um die Lösung von bestehenden Problematiken. Ich würde es ganz kurz beschreiben als: Design ist die Ästhetik des Brauchbaren.

Wie stehst du zu der Verschmelzung von Kunst und Design? Du hast auch eine positionierte Meinung zur Art Basel.
Ich halte nicht viel von dieser Verschmelzung. Ich denke, die Trennung von Kunst und Design ist begründet und sollte beibehalten werden. Denn ich denke, dass Design durchaus einen Sachzwang oder Gebrauch hat, den die Kunst als solche nicht hat. Insbesondere wenn man vom Industriedesign ausgeht ist der Auftraggeber immer die Industrie und es geht um Großauflagen, was auch dem Kunstgedanken widerspricht. Es gibt natürlich viel an Möbeldesign, das als Einzelstück hergestellt und veräußert wird. Das entspricht eher dem Kunsthandwerk. Die Art Basel/Miami ist eine der interessantesten Kunstmessen. Der Besuch steht immer auf meiner Agenda.

Sprechen wir davon, welche Problematiken du während deiner Schaffensphase gelöst hast.
Bei dem Projekt „The Parlour“ war es sehr interessant und beflügelnd mit einer sehr kompetenten Person gearbeitet zu habe. Yared Hagos ist einer der bekanntesten Bartender Deutschlands. Wir haben uns anfangs erst einmal zusammengesetzt und darüber gesprochen, was er anstrebt, welche Getränke und welche Produkte er anbieten möchte. Letztendlich stellten wir fest, dass er sehr hochwertige Cocktails anbieten wird, was aber eine Kommunikation mit dem Kunden bedarf – dass man die Cocktails such erklärt. Wir entschieden letztendlich als Hauptgestaltungskonzept „die Kommunikation“. Darauf haben wir das Design und den Namen gemünzt.

The Parlour war ein halböffentlicher Raum, eine Art Audienzraum in England. Im Bourgeois-Bereich hatten viele zwei verschiedene Wohnzimmer. Einmal das Privatwohnzimmer – Livingroom und The Parlour. In diesem Audienzraum wurden Gäste eingeladen, um zu debattieren, zu trinken und zu rauchen. Diesen Gedanken fand ich sehr schön und so habe ich es dann auch übertragen. Ziel war es, die Barrieren zwischen Gast und Gastgeber zu minimieren und die Kommunikation zu fördern. Folglich wurde die Höhe des Bartresens auf 98 Centimeter reduziert, die Form an beiden Seiten abgewinkelt, damit auch die Gäste außen immer zum Bartender blicken. Schließlich habe ich versucht, die letzte Barriere zu brechen, indem man sogar auf der Seite des Bartenders sitzen kann.

Das Konzept ist auch sehr gut aufgegangen. Die Leute, die dort hingehen, sind sehr zufrieden, unterhalten sich lange.

Welche Produkte sind von dir designt?
Alle Produkte, außer der Bestuhlung, wurden von mir designt. Von den Schiebetüren in der Toilette über die Theke bis hin zu den Tischen. Ich habe versucht mit Hilfe der Bestuhlung in das Design der Bar auch ein anachronistisches Element einzuarbeiten (auch wenn dieses Wort häufig negativ behaftet ist). Durch die zusammengewürfelten Zeiten, wie die modern interpretierte Chesterfield-Couch von Dexter, die Cherner Barhocker aus den Fünfzigern und den 60er-Jahre-Sessel von Grete Jalk in Kombination zu dem polygonalen und futuristischen Design der Theke entsteht ein spannender Kontrast. Und für mich ist Kontrast, das was einem Raum Spannung und Leben verleiht.

Was ich noch in keiner Bar gesehen habe, ist die Tatsache, dass es keinen Spiegel gibt und man von innen nach außen schauen kann.
Im Toiletteneingangsbereich habe ich einen Spionspiegel als Tür einbauen lassen. Es entsteht eine Semi-Transparenz. Man kann von Außen einen Toiletteneingang erahnen und von innen kann man unbeobachtet in den gesamten Gastraum blicken. Darum ging es auch. Entgegen dazu hängt über dem Waschbecken ein Spiegel, der keiner ist. Es ist eine Metallplatte, die poliert ist. Es spiegelt das Bild der Person lediglich extrem verschwommen wieder. Wenn man rein guckt, sieht man sich nicht wirklich selbst.

Warum soll man sich selbst nicht sehen?
Wegen der Eitelkeit. Ist immerhin eine Todsünde (lacht).

Bist du denn gegen die Eitelkeit?
Nein, aber es ist so, dass viele Leute in einer Bar typischerweise in die Toilette gehen, um sich zurecht zu machen. Und es war einfach interessant, dem etwas entgegen zu setzen. „Schau mal, du siehst dich selbst einfach nicht wie sonst üblich – Bist du lediglich eine andere Abbildung deiner Selbst?“

Wie sieht das Publikum aus?
Beim The Parlour war der Gedanke, dass Yared sich gar nicht auf ein Publikum selbst festlegen wollte. Es sollte eine Mischung an verschiedenen Leuten entstehen. Yared wollte es nicht nur elitär und exklusiv haben, denn Exklusivität schließt aus, wie es auch aus dem Wort „exclude“ kommt. Sowohl Reiche als auch der “Otto-Normalverbraucher” sollen hingehen und ein Erlebnis von sehr guten Cocktails erfahren. Daher hat er auch relativ demokratische Preise.

Dein Nachname ist muslimisch, aber du bist nicht religiös. Vorhin hast du Dich gegen den Hedonismus ausgesprochen. Was ist Deine Lebensphilosophie, wenn du Dich auch nicht für eine Religion entschieden hast?
Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Zufällen, die verschiedene Optionen bereiten. Ich denke, dass man entsprechend dem, was man im Leben will – viele nennen es Schicksal, ich nenne es den eigenen Trieb – diesen Optionen teilweise bewusst oder unbewusst nachgeht. Man möchte irgendwohin. Man will etwas erreichen, um glücklich zu werden. Diese Zufälle bewirken, dass man sich gemäß seines Triebs einen Weg bzw. eine Option aussucht.

Erzähl uns mehr über die Taschen „Heinrich, Mathilde und Emma“ , die du für das Frankfurter Label „Affentor“ designt.
Affentor Frankfurt ist ein Projekt der Werkstatt Frankfurt. Das ist eine Beschäftigungsgesellschaft, die arbeitslosen Frauen die Möglichkeit gibt, zu Industrienäherinnen ausgebildet zu werden. Dazu wurden Produkte zum Verkauf entwickelt, um den Frauen ständige Nähtätigkeit zu liefern. Ich fand den sozioökonomischen Gedanken dahinter sehr schön und schließlich sind 3 Taschen entstanden, die mitunter zu den erfolgreichen Taschen dieser Marke geworden sind.

Du bloggst auch über Mode. Würdest du denn auch selbst Mode designen?
Nein, gar nicht. Ich finde es schwierig, andere Leute zu bekleiden.

Du selbst trägst nur Schwarz.
Ja ich trage gerne und bewusst Designer wie Rick Owens, Damir Doma oder Boris Bidjan Saberi. Ich habe irgendwann angefangen, Schwarz zu tragen, das hat sich immer mehr verfestigt. Mittlerweile fällt es mir schwer, irgendeine andere Farbe zu tragen. Jedoch finde ich es großartig und für mich heute bedeutend, mich von dem aufoktroyierten Farbendiktat der Modeindustrie zu entziehen.

Woran arbeitest du zurzeit und worin würdest Du Dich noch gerne ausprobieren?
Ich arbeite zurzeit an mehreren Interior-Projekten. Einer Champagner-Bar, einem Restaurant, an einer Boutique und einem Club. Außerdem an einem Verpackungsdesign für ein Kosmetikprodukt. Einem Pilotenkoffern. Mein Traum wäre ein Hotel einzurichten mit ausschließlich dafür selbst gestalteten Möbeln. Aber ganz festlegen will ich mich sicherlich nicht.

Wer mehr über Douman Pours Arbeit erfahren möchte, kann seine Webseite besuchen.

Interview: Meltem Toprak
Fotos: Nada Lottermann & Vanessa Fuentes