Freunde von Freunden

Zora Mann
Artist, Apartment & Studio, Kreuzberg, Berlin
Interviews > Zora Mann

„Kunst zu studieren hat meinen groß gewordenen Kopf ein bisschen kleiner gemacht. Ich habe gesehen, dass man ziemlich hart arbeiten muss.“ Das sagt ausgerechnet Zora Star Cahusac Mann, eine zierliche Frau mit ganz fein geschnittenem Gesicht, umrahmt von dem erdbeerblonden Haar, für das sie berühmt wurde – und die mit 32 schon 20 Jahre hart gearbeitet hat: erst als Model, dann als Malerin. Als Künstlerin trägt sie den Nachnamen ihres Vaters: Mann. In ihrer früheren Karriere wurde sie mit ihren beiden Vornamen berühmt, „Zora Starr“, das doppelte „R“ beruhte auf einem Rechtschreibfehler, hat alles an Modeljobs gemacht, vom „Mädchen“-Cover bis hin zur Chanel-Kampagne.

Doch schon vorher hat Zora viel gesehen: Die Eltern sind aus Afrika und reisten als Sannyasin mit ihrem Guru Osho um die halbe Welt. Zora trägt eine zeitlang nur orangefarbene Gewänder und will später eine ganze Weile ihre Herkunft verheimlichen. Schon als Teenager ist sie dann als Model vollkommen auf sich gestellt und zieht nach Paris. Heute lebt sie als Malerin in Berlin. Einen Satz hat sie Zeit ihres Lebens vor Augen: ‚When you pray, move your feet.’

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Mit zwölf Jahren ist Zora mit ihrem Vater in L.A. und wird auf der Straße gecastet, und hat, zurück in München, prompt ihren ersten Vertrag in der Tasche, mit dem sie zum jüngsten professionellen Model Deutschlands wird. Mit 14 kommt das erste Shoot im Ausland. Es geht in die USA, nach Arizona: „Ich habe damals, Mitte der 90er Jahre, 2000,- DM dafür bekommen. Das war richtig viel Geld, erst Recht für einen Teenager. Meine Mutter war gar nicht dafür, dass ich so jung mit dem Modeln anfange, sie hat es geduldet, auch unterstützt, ist rückblickend aber eher skeptisch, ob das so gut war. Mein Vater jedoch war hellauf begeistert und wahnsinnig stolz. Er hat mich gepusht.“

Mit 16 zieht sie nach Paris. Und fortan besteht Zoras Leben nur noch aus dem Modeln, sie läuft auf allen internationalen Shows. Nick Knight möchte sie unbedingt vor seiner Kamera haben, spätestens das ist der Ritterschlag. Mark Borthwick“>Mark Borthwick fotografiert sie im Hinterhof seiner Wohnung in New York, wobei man nichts von Zoras schönem Gesicht oder Körper sieht, weil sie Kissen vor sich trägt. Das Bild wird Teil des Sonic Youth Covers von „A Thousand Leaves“ (und auch Miranda Julys „Zehn Wahrheiten“-Cover wird Jahre später damit bestückt) – und steht wie ein Omen in ihrer Biographie. Denn Zora soll bald dem Modeln ganz den Rücken zukehren, um Kunst zu studieren.

„An der Akademie habe ich mich, so arrogant es zunächst klingen mag, zum ersten Mal behaupten müssen. Beim Modeln sind mir die Jobs so zugeflogen. In Nizza aber war ich damit konfrontiert, dass es natürlich noch andere talentierte Leute gibt. Leute, die vielleicht sogar besser sind als ich. So habe ich einfach noch härter gearbeitet, das war immer wie eine Maxime für mich. Anfangs habe ich auch noch weiter gemodelt, aber es war schnell klar, dass die Priorität bei der Kunst lag.“ Ihre Modelgagen hatte Zora nicht ausgegeben: „Ich habe in Paris gut gelebt, wir sind viel essen gegangen. Klamotten bekam ich ohnehin meist umsonst. Als Protest gegen all die Verschwendung, habe ich mich dem Konsum entzogen. Ich war ziemlich sparsam, sparsamer als heute.“ Diese Haltung sollte sich in ihrem Kunststudium bewähren, sie kauft sich stattdessen ganz bodenständig eine Wohnung in Nizza und finanziert ihre Ausbildung.

Zoras Mutter ist aus Uganda, der Vater aus Kenia, sie besitzt wie ihre Eltern die britische Staatsangehörigkeit. Zunächst wächst sie in England auf. Ihre Eltern gehören den Sannyasins an und ziehen ihrem Guru Osho hinterher – sogar bis in die Stadt, die er in Oregon, USA, gebaut hatte. „Wir haben nur rot-orangefarbene Gewänder getragen. Damit als Kind in eine normale Schule zu gehen war hart. Ich kann verstehen, was meine Eltern an den Sannyasins attraktiv fanden. Mit meinen Kindern würde ich das aber niemals machen. Man ist so anders, man bekommt keine Anerkennung. Wir wurden auch oft von unseren Eltern getrennt und ich habe sie sehr vermisst. Als ich sieben war, wurden wir privat in einem Internat unterrichtet. Irgendwann legten wir die rot-orangen Gewänder ab und besuchten wieder öffentliche Schulen. Ich war aber viel wilder als die anderen Kinder: Ich habe in einer WG mit 20 Leuten gewohnt. Mit acht wollte mich eine Schulfreundin besuchen. Ein Mitbewohner erwartete gerade seinen Freund und öffnete die Tür. Oben ohne. Stattdessen stand aber eben meine bürgerliche Schulfreundin mit ihrer Mutter vor der Tür und die wurde fast ohnmächtig. Mir war das wahnsinnig peinlich.“

Als Zora vier ist, trennen sich die Eltern, mit 12 wohnt sie zum ersten Mal nicht mehr in einer WG, sondern mit der Mutter und ihrem Lebensgefährten in einer eigenen Wohnung in München. Zora hat nur ein, zwei ihr sehr vertraute Freundinnen. Ihre anderen Mitschüler hänseln sie, als die ersten Modeljobs kommen. Auf dem Schulhof halten etwa 20 Kinder das Magazin in der Hand, in dem sie auf dem Cover ist, umringen sie und und rufen: “Hier, unterschreib mal, du bist doch jetzt berühmt.” Bis Lehrer einschreiten: “Ich wollte nur noch raus aus dieser Enge Münchens und irgendwohin, wo niemand wusste, was ich mache, wer ich bin”, kommentiert Zora diese Szene aus ihrer Kindheit.

Vorher gilt es jedoch, ihren Realschulabschluss zu machen. Kurzerhand zieht sie dafür zu ihrem Vater, der wieder in Kenia lebt. Doch auch dort erfahren die Mitschüler bald von ihrem „Nebenjob“ und reagieren ablehnend. Zora erzählt das nüchtern. Sie will all das nicht missen, da ihr das Modeln eine große Freiheit erlaubte: “Ich konnte immer machen, was ich wollte, ich hatte unglaublich viel Zeit zu lesen: Henry Miller, Burroughs, Sartres Dramen.“ Es sind aber Sätze wie die von der Enge Münchens, über die man stolpert, weil eine 12-Jährige sie dachte – und zwei Jahre später einfach ihre Sachen packte und ging.

In Kenia wurde ein Freund ihres Vaters, der Fotograf Peter Beard, ebenfalls auf Zora aufmerksam. Er lädt die 15-Jährige nach Paris ein. Ein Jahr später landet sie tatsächlich in der französischen Modemetropole. Zora kann eigentlich nicht klagen, sie taucht ab ins Modelleben. „Wir haben da gelebt wie in einer Blase, ein eigener Mikrokosmos.“ Sie arbeitet viel, lebt mit ihrem damaligen Freund, einem Musiker, zusammen. Über dessen Bandkollegen und deren Freundinnen seien bestimmt Leute mit anderem Hintergrund in ihr Leben getreten? „Nein. Die waren auch alle Models.“

Mit 20 Jahren steigt sie mit ihrem Freund schon mal für ein halbes Jahr aus, es geht nach Island. Sie wohnten umgeben von Meer und Bergen. Wieder zurück, fühlt sie sich in Paris erst Recht nicht mehr wohl. Sie bewirbt sich an den Kunstschulen. Die Entscheidung für Nizza wird eine gegen Paris, es wird eine Befreiung von dem Leben, das sie irgendwann als unwirklich empfindet. Noch heute hängt sie sehr an der Zeit: „In unserer Küche ist ein Bild von meiner Freundin und Atelierpartnerin Hannah Hallermann. Das ist eine Collage. Es zeigt den Weg zu unserer Akademie, im Hintergrund sieht man das Meer. Dort habe ich so viel Zeit verbracht. Ich mag das Bild sehr.“

Die 32-Jährige lebt mittlerweile mit ihrem Freund, dem Journalisten Hendrik Lakeberg, mitten in Berlin-Kreuzberg in einer kleinen Wohnung. Hier verändert sich viel, nicht nur der Wohnort und das Umfeld. „Eigentlich habe ich bisher wie im Hotel gelebt. Mehr noch, ich habe fast gesquatted. Aber seitdem Hendrik und ich zusammenwohnen, richten wir uns beide ein. Wir haben jedoch kaum Möbel. Vieles in unserer Wohnung haben uns Freunde vermacht – oder ich habe es auf der Straße gefunden und gerettet. Ich würde aber eigentlich sehr gern in einer weißen Wohnung leben, mit wenig Deko. Aber das schaffe ich einfach nicht. Ich fange immer an Dinge zu sammeln, kleine Kunstobjekte.“

Neben der Kunst im Wohnzimmer, hängt in der Küche ein Portrait von Denis Castellas, das Zora gegen eines ihrer Portraits, das sie von ihrer Freundin Hannah Hallermann gemacht hat, getauscht hat: Wieder taucht der Name Hannah auf. Und es fällt ernuet auf, dass sie sich noch immer mit nur wenigen Menschen umgibt, das hat etwas Rührendes. Wie aus der Distanz beobachtet Zora die Leute um sich herum, abwartend, keinesfalls unfreundlich. Und doch mit einer Zurückhaltung, man weiß nicht so richtig, was sie von einem denkt. Dabei lacht sie an jenem Tag, an dem wir sie besuchen, sehr viel und ausgelassen, hat liebevoll ein kleines Essen vorbereitet. Es sind kleine Gesten, die mehr über sie verraten: So wie der Seestern an der Küche, der als Relikt der Vormieter hängen bleiben durfte, einfach, weil sie es nicht übers Herz zu bringen schien, ihn von seinem gewohnten Ort zu verbannen. Es ist jedoch, als würde sie diese Seite ein wenig verbergen – und so erklärt sie auch ihre eigene Kunst.

„Ich arbeite mit Oppositionen, räumlich wie auch inhaltlich. Kunst ist in der Lage, Paradoxien zu einer Einheit zu verbinden. Sie ist ein Ringen mit der Welt, deshalb mache ich sie.“ In ihrem Atelier herrscht ein buntes Durcheinander neben sorgfältig an die Wand gelehnten Leinwänden, die Vorzeichnungen dafür akribisch in Skizzenbüchern aufbewahrt. Zora sammelt für ihre Bilder ihre Träume, ihre Wirbelsäule hat sie sich dabei mal aus dem Mund gezogen, erzählt sie, das landete auf einem Bild. Unter ihrem Material ist auch welches, das sie gezielt anfragt, da sind Glassplitter, Pusteblumen, ein Mosaik aus dem Pergamon Museum und Bomben in ihren Arbeiten; ein Zitat (‚The risk of in action is far greater than the risk of action.’): „Das hat der damalige Vize-Präsident Dick Cheney gesagt, bevor die USA den Irak angriffen“, erklärt Zora. „Diese Worte fand ich so zynisch, mit denen musste ich arbeiten.

Ab und zu finden sich Zitate in meinen Bildern, ich mag die Idee von Inkarnation und Geisterbeschwörung, die sie bewirken.“ Den eigenen Werdegang sieht Zora wie eine Wiederkehr von Ereignissen. Im Vorjahr noch arbeitete sie weniger konzeptionell und ließ mehr Wärme zu, also Raum für ‚Fehler’ und die Visualisierung des Schaffensprozesses. Mehr Platz für Improvisation möchte sie sich bewahren, vielleicht bei den Arbeiten mit Holz. Auf der Leinwand ist sie jedoch zu einem kühleren Stil zurückgekehrt: “Ich liebe an der Malerei, dass du dich bei ihr so oft an einem Punkt befindest, an dem alles möglich ist. Mit jeder jeder Kleinigkeit, die du machst, kannst du alles ändern.“

Danke, Zora für das interessante Interview! Wer mehr über ihre Arbeit erfahren will, kann dies hier tun.

Interview: Nella Beljan

Fotos: Mirjam Wählen

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