Cream Contemporary

Wir betreten eine weiße Galerie, die zwei Tage vor offizieller Eröffnung der neuen Ausstellung für uns die Rollläden hoch lässt. Zwei große Räume und ein Büro in der Schröderstrasse in Berlin Mitte. Alle Räume sind offen gehalten und gewähren einen guten Einblick. Die klassischen Neonröhren an der Decke setzen die Kunst in Szene.
Thomas Andrae und Moritz Kaufmann, Geschäftsführer der Cream Contemporary Galerie, führen uns durch die Räume und berichten von den Anfängen, der Auswahl der Künstler und ihrer Leidenschaft zu der Kunst. Sie wirken beide sehr aufgeschlossen und verkörpern eine angenehme Mischung aus jung und erfahren, extrovertiert und schlicht.

Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/Freunde von Freunden — Cream Contemporary — Galeristen, Berlin-Mitte — http://www.freundevonfreunden.com/interviews/cream-contemporary/

Die junge, zeitgenössische Galerie wurde 2007 gegründet. Eigentlich gelernter Informatiker, kam Thomas Andrae durch seine Mutter mit Kunst in Berührung und kaufte schon im Alter von 20 Jahren sein erstes Bild. Durch gemeinsame Ausstellungen in Berlin haben sich die beiden Herren besser kennen gelernt und sich zusammen dazu entschlossen die Cream Galerie in der Schröderstrasse zu eröffnen. Die ersten Künstler kannten sie bereits zuvor, und so kam das Eine zum Anderen. „Wir sind da so reingerutscht“, sagt Moritz lächelnd.

Thomas und Moritz bekommen täglich Zusendungen von Portfolios, aus denen sie nur selten die passenden Künstler für sich gewinnen können. Die meisten kommen aus Erfahrungen und Eigenrecherche im internationalen Netzwerk. „Für uns ist wichtig, dass der Künstler eine klare unverwechselbare Art des Schaffens hat, die neu und beeindruckend ist. Wir suchen Originalität und Kreativität. Nicht unerheblich ist aber auch, dass man sich mit dem Künstler versteht. Die Chemie muss stimmen.”

Zu unserer Frage, wie sie mit der Konkurrenz umgehen, antworten sie überrascht positiv. „Es ist gut, dass immer mehr Galerien in Berlin eröffnen. Auch sind das andere Künstler, die dort ausstellen und nicht unbedingt eine Konkurrenz ausstrahlen. So oder so belebt es das Geschäft.“
Schaut man sich gerade in Berlin Mitte um, so sieht man einige Ecken, die voll von Galerien sind. Die Frage nach dem Standort ist wohl sehr wichtig. „Es hat sich vieles auf Mitte konzentriert. Die klassischen Stadtteile wie Charlottenburg sind für Galerien eher unattraktiv. Aber seit kurzem orientieren sich mehrere Galerien auch zu neuen Standorten wie der Potsdamer Straße in Schöneberg, oder Wedding. Es scheint immer mehr auf den individuellen, besonderen Ort für die Präsentation der Kunst anzukommen.”

Kunstkritiker als solches gibt es nicht mehr. Kuratoren sind die Kritiker und demnach auch sehr wichtig. „Sie geben dem oft kommerziellen Markt eine andere Richtung und hinterfragen die Position des Künstlers auf eine tiefer gehende Art und Weise”, erklärt Thomas.

Es gibt verschiedenste Kaufverhalten, die die Sammler der Cream Contemporary Galerie aufzeigen. Die einen fahren mit ihrem Mercedes vor, kommen rein, laufen stillschweigend durch die Galerie und sagen dann “ich nehme das” und gehen. Andere lassen sich durch die Geschichte und Intention des Künstlers inspirieren. Hierbei sind die Geschäftsführer gefragt. „Dem Sammler das Werk nahe bringen, ihn in den Bann zu ziehen und eine emotionale Ebene zu schaffen ist besonders wichtig.“ Es gibt allerdings auch die Sorte von Sammlern, die rein kommen, hin und her überlegen und sich nicht entscheiden können. Wir schließen daraus, dass das Frauen sein müssen; daraufhin lacht Thomas und beteuert, dass das eher die männliche Fraktion ist.

Ende Januar eröffnen sie eine große Ausstellung mit Installationen und Skulpturen von Viviane Geranert. Im März folgt die Ausstellung von Bettina Krieg. Sie kehrt von ihrem Stipendium in der Villa Aurora aus Los Angeles zurück und wird neue Zeichnungen präsentieren. Auch haben die Galeristen für den Zeitraum nach der Sommerpause etwas ganz Besonderes vor.

Thomas Andrae und Moritz Kaufmann – zwei Männer, zwei Charaktere, aber eine Leidenschaft – die Kunst. Man merkt schnell, wie sehr sie ihren Beruf lieben und mit wie viel Engagement sie an die Sache ran gehen. Sie haben ein Verkaufstalent, beweisen dennoch, durch Emotionalität und Erfahrung, ihre Glaubwürdigkeit.

Derzeit zeigen die deutsche Künstlerin Cornelia Renz, sowie die US-Amerikaner Scott Hunt und Joe Biel neue Arbeiten zum Titel der Ausstellung “Exquisite Corpse” in der Cream Contemporary Galerie.

Nachdem wir Thomas Andrae und Moritz Kaufmann in ihrer Galerie besuchten, durften wir auch noch die privaten Räumlichkeiten von Thomas Andrae in Berlin-Grunewald fotografieren. Das ausführliche Interview folgt im Dezember.

Interview: Pelén Boramir, Tim Seifert.
Fotos: Ailine Liefeld.