Kirsten Hermann

Kirsten Hermann ist der lebende Beweis für die erfolgreiche und einzigartige Verbindung von Hobby, Leidenschaft, Familie und Beruf in der Großstadt. Betritt man Kirstens Wohnung, befindet man sich sofort in einer angenehmen Welt von Styling, Mode und Fotografie. Eine grosse gemütliche Berliner Altbauwohnung gefüllt mit Leben, Kunst und Familie. An den Wänden hängen Werke vergangener Ausstellungen aus Kirstens Galerie für moderne Fotografie. Die Wohnung wird somit teilweise auch zur gelebten Galerie und oft für private Führungen genutzt. Die stilvollen Einrichtungsdetails von Bless oder Andreas Murkudis erzählen die Geschichte von Kirstens Netzwerk in Berlin und Hamburg. Kirsten repräsentiert schnörkelloses und klares Styling und das spiegelt die Wohnung und die Galerie wieder. Das alles trifft aufeinander in der Schröderstraße in Berlin Mitte, wo man teilweise das Gefühl nicht los wird, sich in einem speziell isolierten Teil von Mitte zu befinden.

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Wie lange bist Du schon in Berlin und warum?
Ich bin 2003 mit meiner Tochter nach Berlin gekommen. Ich hab davor in London gelebt, wo es sehr schwierig war Kind und Arbeit zu verbinden. Ich wollte aber wieder sehr gern mehr als Stylistin arbeiten und Berlin war damals für uns die einzige Alternative in Deutschland.
Berlin bietet auch gute Perspektiven in Bezug auf Kinderbetreuung. Das ist für mich als arbeitende Frau und Mutter nicht unwesentlich.
Ausserdem war mir nach der Rückkehr nach Deutschland, speziell nach Berlin, bewusst geworden, wie stark mich die Landschaft meiner Heimat geprägt hat. Ich stamme aus Rostock. Ich kenne alles zwischen Berlin und Rostock sehr gut. Jedesmal wenn ich aufs Land fahre, was von Berlin aus schnell zu erreichen ist, werde ich auf eine angenehme Art melanchoisch und ruhig.
Ich habe aber was das Reisen anbelangt noch viel nachzuholen. Man muss sich vorstellen, dass ich im November 2009 das erste Mal in New York war!

Wie hat es Dich dann nach Mitte verschlagen?

Seit dem ich aus London zurück bin habe ich immer schon in Mitte gewohnt. Ich hab in London damals viel als Stylistin für deutsche Magazine wie Süddeutsche, Zeit Magazin etc. gearbeitet. Vor London habe ich in Hamburg, Hannover und Rostock gelebt. In Hannover habe ich nach der Wende und dem Abitur meine Ausbildung gemacht. Dann bin ich nach Hamburg und habe durch Felix Brüggemann als Stylistin angefangen. Nach vielen weiteren Jobs als Stylistin und nach der Gründung und der Zeit mit dem Park Magazin ging es für mich nach London. Als Puki fast zwei war, kamen wir nach Berlin. Wir sind zuerst in die Münz- Ecke Schönhauser Straße gezogen, eine Ostplattenbauwohnung, mit echten Alt Ossis als Nachbarn. Die Wohnung haben wir uns schön gemacht und sie erschien uns dann immer wie ein grosses lichtdurchflutetes Schiff. Die Ecke um den Hackeschen Markt sah natürlich komplett anders aus damals. Es gab diese ganzen Schradel Shops, Gastro wie den Schwarzen Raben mit Oliver Prestelles Suppenküche, Bruno, der Italiener, unten bei mir im Haus der Mädchenitaliener usw. Das musste sich natürlich verändern. Das war dann auch ausschlaggebend für uns, dort wegzuziehen. Wer will schon auf einer Highstreet wohnen.
Wir sind dann in unsere Turmwohnung in der Chausseestrasse gezogen. Schön urban, ganz oben und die einzige Nachbarin auf der Etage war meine langjährige Freundin Nadja Müller. Wir hatten immer alle Türen offen. Puki wuchs quasi in zwei riesigen Wohnungen auf.

Wie bist du vom Styling zur Galerie gekommen?

Ich arbeite seit 1996 als Stylistin und für mich war es immer wichtig, dass es ein gutes Foto wird. Mich interessiert das Leben, ein Ausdruck, weniger der Trend. Ich habe mich im Zuge dessen viel mit Fotografie auseinandergesetzt, viel gesehen und wollte dann auch weiter gehen und etwas Neues machen. Styling hat mich irgendwann auch nicht mehr ausgefüllt. Ich mach das sehr gerne und es macht auch nach wie vor sehr viel Spass aber mein Kopf und meine Seele brauchten mehr Futter. Ich wurde im Styling immer wieder damit konfrontiert es sei zu London. Später hieß es, es sei zu sehr Berlin. Irgendwann war es mir dann einfach zu wenig und hat mir persönlich nicht mehr genug gegeben.
Ich habe mich daraufhin lange mit meinem Freund darüber ausgetauscht. Manchmal braucht man einfach ein Gegenüber, der einen gut kennt, um auf das Naheliegende für sich selbst zu kommen. Dann hab ich mich für die Galerie entschieden und begonnen einen Raum zu suchen.
Ich habe durch die Galerie mehr Ruhe gefunden und durch den Abstand auch wieder meine Freude im Styling gefunden. Ich habe jetzt auch die Freiheit nicht mehr alle Jobs annehmen zu müssen und kann Anfragen besser selektieren.

Warum bist Du mit der Galerie dann in die Schröderstraße ?

Die Schröderstraße war totaler Zufall. Ich habe zuerst mit Wedding geliebäugelt. Ich habe tagelang Fahrradtouren durch die Stadt gemacht und Räume angeschaut. Es sollte auch ein etwas kleinerer Raum sein, damit ich den auch als “Laie” bespielen kann. Im Sommer 2008 habe ich schließlich über eine Freundin den Raum in der Schröderstraße gefunden. Ich hab den Raum gesehen und der war von Anfang an perfekt. Ich mag diese Straße sehr. Jedoch finde ich sie manchmal schon fast ein bischen zu nett. Ich mag es eigentlich lieber etwas urbaner.

Nach welchen Kriterien suchst Du Deine FotografenInnen oder Austellungen aus?

Ich habe einen hohen Anspruch und frage mich immer: wen woltest du immer schon ausstellen und würdest du nie bekommen. Man muss sich trauen und es ergibt sich immer ein Weg in Kontakt mit diesen Traumkandidaten zu kommen. Die Auswahl der Fotografien läuft dann im Zusammenhang mit den Fotografen – sehr intuitiv und step by step. Ein Prozess der mir sehr viel Freude bringt. Es ist sehr intensiv.
Es gibt aber auch immer Überraschungen und Entdeckungen für mich. Die nächste Austellung mit Ingar Krauss zum Beispiel.

Wie hast Du Ingar Krauss entdeckt?

Über meinen Freund. Stephan hat eine Bilderrahmung und er besitzt zwei Fotos von Ingar Krauss. Diese sind mir aufgefallen und die habe ich immer wieder betrachtet. Erst schien es mir unrealistisch, dass dieser Fotograf bei mir jemals ausstellen würde.
Ingar ist international schon sehr anerkannt. Er ist unter anderem in den Fotografischen Sammlungen von Agnès B. und Hermes vertreten. Paolo Roversi ist ein grosser Verehrer von ihm und sammelt seine Fotos.
Hier in Deutschland kennt man ihn komischerweise noch nicht so sehr. Umsomehr freue ich mich, ihn mit seiner Ausstellung VON EINEM MÄDCHEN, die am 29.04.2010 eröffnet, bei mir in der Galerie zu haben.

Was war Deine ausserordentlichste Ausstellung?

Im Januar hatte ich SHOWStudio in Zusammenarbeit mit Gareth Pugh, Sølve Sundsbø und Nick Knight, kuratiert von Sissel Tolass, bei mir.
SHOWstudio wurde im November 2000 von Nick Knight mit der Idee gegründet, die verschlossene Welt der High Fashion und die Prozesse dahinter dem Betrachter zugänglich zu machen. Das Online Magazin Showstudio.com leistete dabei Pionierarbeit Mode auf neue Art und Weise online zu kommunizieren. Mit seiner Idee des Modefilm entwickelte Nick Knight SHOWstudio.com zu einer vielfach prämierten und international beachteten Fashion Website. Austausch, kreative Beiträge, Dokumentationen, Kommunikation und Evaluation der Besucher sind integrativer Bestandteil des Projektes.
Wir präsentierten ein Video, das Gareth Pugh bei der Arbeit an dem in der Ausstellung zu sehenden Kleid zeigt, einen Einblick in sonst private Momente des Designers und seiner Arbeit. Dem SHOWstudio Manifest folgend, wurde in der Ausstellung der gesamte kreative Prozess dokumentiert: von der Konzeption über die Fabrikation während eines Live Events im Studio bis zum fertigen Produkt.
Neben dem Kleid aus Angelskin waren drei signierte Printunikate von Sølve Sundsbø, die Gareth Pugh porträtieren, zu sehen.
Das ganze war eine Herausforderung an mich und auch den Raum. Aber es sah sehr sehr gut aus. Als Nick es gesehen hatte, gab es grosses Lob.

Plant ihr so etwas Spezielles noch mal?

Ja zur Fashionweek im Sommer wird Frederike Helwig eine Arbeit zeigen, die sie über Skype fotografiert hat. Es sind ganz schräge Fotografien dabei herausgekommen. Wie im Einzelnen verrate ich noch nicht. Nur soviel, Sie war in London und das Model und der Assistent in New York. Es wird auch ein Making of Video geben.

Wo trifft man Dich sonst am Wochenende in Berlin?

Ich fahr gern aufs Land nordöstlich von Berlin und geniesse die Natur und lerne gern Reiten.

Ansonsten bin ich zum Essen oder Trinken gerne im Grill Royal (lachen). Wenn ich im Kiez bin, gehe ich gern ins Them Rock hier auf der Torstraße. Natürlich wird man mich dann auch in Zukunft oft in Stephans neuer Bar, dem Kingsize treffen, die neben dem Scala in der Friedrichstraße aufmacht.

Ich geh aber inzwischen weniger aus oder in Clubs und verbringe lieber einen Abend mit Freunden. Dadurch, dass ich viel arbeite und oft Shootings habe, sehen bei mir Tage sowieso ganz anders aus.
Wenn es sich einrichten lässt, schaue ich mir mit Puki und Stephan Ausstellungen in Museen und Galerien an…Cruise und Callas, Open Bar Project, Galerie Neu, Esther Schipper uva.

Natürlich gibt es zu Kirsten auch weiterführende Infos im Internet. Ihr Portfolio und ihre Mappe als Stylistin gibt es auf Ihrer eigenen Seite www.KirstenHermann.com zu bewundern oder bei ihrer Repräsentanz Bigoudi. Kirstens Galerie für Moderne Fotografie in der Schröderstraße findet man unter folgender Adresse www.galeriefuermodernefotografie.com

Interview & Text: Katrin Weber, Frederik Frede
Fotos: Ailine Liefeld