Marcel Knopf

Gleich um die Ecke des Görlitzer Bahnhofs in Berlin-Kreuzberg liegt das Studio von Mo’s Ferry Records auf einer der vielen älteren Fabriketagen in dieser Gegend. Wir trafen dort Marcel Knopf, DJ bei Mo’s Ferry. Er ist in Berlin geboren, zog allerdings bereits nach seinem ersten Lebensjahr mit seiner Familie nach Thüringen.
Über die Musik lernte Marcel die Jungs von Mo’s Ferry Records kennen, was ihn schließlich 2004 wieder nach Berlin zog, um als DJ Musik zu machen.
Im Gespräch haben wir herausgefunden, wo er seinen Lieblingsdöner kauft, wo man eigentlich seine Musik findet, und was ihn an Berlin immer wieder fasziniert.

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Hallo, Marcel. Schön, dass wir hier sein dürfen. Woran arbeitet Ihr gerade, oder habt ihr gerade gearbeitet?
Wir haben gerade mein erstes Artistalbum “Dusty Dance” auf dem Mutterlabel Mo’s Ferry Productions veröffentlicht und stecken noch mitten in der Promoarbeit. Auf Rrygular erscheint gerade die neue Platte von Marek Bois, und auf dem dritten Sublabel Fenou steht die Nr. 9 von Sebastian Russell in den Startlöchern. Danach machen wir uns an die Planung des 10-jährigen Dapayk-Jubiläums mit dazu gehörigem Album und Tour.

Warum wohnst Du ausgerechnet in Berlin?
Ich hatte nach einer 24-jährigen Auszeit keine Lust mehr auf Dorf und Kleinstadtidylle. Ich bin in Berlin Köpenick geboren, musste aber, als ich ungefähr ein Jahr alt war, meinen Eltern in ein kleines Dorf unmittelbar an der Grenze von Sachsen Anhalt zu Thüringen folgen. Vor fünf – Jahren nach Schliessung meines Plattenladens – hat mich nichts mehr in Thüringen gehalten, und ich bin zurück nach Berlin gezogen.

Was wäre eine andere Alternative zu Berlin?
Ich bin, wie glaube ich viele, kein Freund des Berliner Winters. Also wenn ich es mir aussuchen könnte, dann gerne den Sommer über in der Hauptstadt und für den Winter irgendwo hin in den Süden.

Wie war Deine Jugend in Thüringen verglichen zu dem, was Du seit 2004 in Berlin erlebst?
Behütet und ruhig. Das war aber auch gut so; das kann ich jetzt nach fünf Jahren Berlin sagen. Ich bin sehr froh, auf dem Land aufgewachsen zu sein und nicht einer der Großstadt.

Wie sieht Dein Arbeitstag aus?
Ich versuche jeden Tag aufs neue früh aufzustehen, was aber in den seltensten Fällen klappt. Also bin ich meistens gegen 11 Uhr im Büro und erledige die Büroarbeit oder gehe ins Studio, um an neuer Musik zu arbeiten. Freitag ist meistens Platten- und Promotag. Da höre ich in die neu gekauften Scheiben und Promos rein und packe die Sachen für das Wochenende.

Wie hat sich die House- und Elektro-Szene seit Anfang der 90er Jahre weiterentwickelt? Nicht nur in Berlin, sondern auch weltweit.
Sie ist in meinen Augen sehr viel größer geworden und legt immer mehr ihren Underground-Charme ab. Heutzutage reicht es nicht mehr, wenn du ein guter DJ oder Produzent bist. Du musst dich in erster Linie gut vermarkten können. Das kann man am besten am Phänomen der “Superstar”-DJs wie Richie Hawtin, Paul Kalkbrenner, oder Luciano sehen, die, wie bekannte Rock Bands, ganze Stadien füllen und DVDs und Merchandise-Artikel verkaufen. Zum Glück gibt es aber immer noch DJs, Clubs und Plattenlabels, denen es wie in den 90ern in erster Linie um die Musik geht und die Szene im Gleichgewicht halten.

Welche Wege der Musikvermarktung nutzt ihr als unabhängiges Plattenlabel?
Unsere Labels vermarkten wir über Independent-Vertriebe und im Eigenvertrieb. Dazu kommt natürlich Mundpropaganda und die Social Networks im Internet. Mo’s Ferry und Fenou wird von WordandSound aus Hamburg vertrieben. Unser Techno-Sublabel Rrygular ist bei Kompakt in Köln, und ab und zu bringen wir über iplayvinyl, den Vertrieb von Decks.de, eine kleine limitierte Vinylauflage, in die weite Welt. Für alles, was auch digital rauskommt, arbeiten wir mit Finetunes aus Hamburg zusammen.

In welchen Clubs legst Du in Berlin am liebsten auf?
Die letzten Gigs im Watergate und Weekend waren der Hammer, und nicht zu vergessen der Club der Visionäre während der Sommermonate.

Wie verbringst Du Deine Zeit nach einem langen Gig in Berlin? Wie entspannst Du?
Wenn ich am Tag danach frei habe, bleibe ich meistens den Tag im Bett liegen. Ich stehe nur auf, um Essen zu bestellen, auf Toilette zu gehen und schaue mir Filme und Sitcoms an.

Wo geht die Crew von Mo’s Ferry Mittagessen?
Da unser Büro nicht weit vom Schlesischen Tor entfernt ist, landen wir oft dort. Also gibt es Pizza, oder den besten Döner der Stadt von den Bagdad Jungs, oder einen Burger vom Bürgermeister. Für chinesische und thailändische Küche ist der Thai Houng Snack am Heinrich-Heine-Platz zu empfehlen. In letzter Zeit findet man uns aber auch oft in der Cafeteria der Metallinnung, die bei uns im Vorderhaus sitzt.

Nenne uns ein paar Magazine, die Du regelmäßig liest (oder auch Websites)?
- Residentadvisor
- Littlewhiteearbuds
- Tanith
- Weltkompakt
- Spiegel

Was läuft bei Dir auf iTunes? Aktueller Lieblingsmix oder -künstler?
Im Moment auf Heavy Rotation: “Großes Kino” – ein altes Blumentopf Album, Beirut “The Flying Club Cub” und viel iTunes-Radio: Cliqhop by SomaFM, Bassdrive.

Gibt es einen DJ oder Künstler, den Du gerne mal treffen oder sogar mit ihm auflegen möchtest?
Matthew Herbert wäre so ein Kandidat. Mir würde aber auch schon reichen, ihn einmal beim Auflegen zu sehen…

Wenn ihr ein paar Tracks aus Marcel’s neuem Album “Dusty Dance” hören möchtet, schaut auf seiner Seite bei MySpace nach. Dort findet man auch die aktuellen Tour-Daten. Für mehr Informationen zum Plattenlabel Mo’s Ferry Records, hier der Link zur offiziellen Homepage.

Interview: Pelén Boramir, Tim Seifert.