In Bewegung mit der Münchner Triathletin, Ärztin und Autorin Marie-Luise Klietz
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Seit ihrer Kindheit liebt die Ärztin, Bloggerin und Autorin Marie-Luise Klietz Sport. Laufen in der Natur ist für sie wie Meditation.

Unter der Woche beginnt jeder Morgen für Marie-Luise Klietz noch vor Sonnenaufgang. Nach einem Espresso und einem großen Glas Wasser schlüpft sie in ihr Trainingsoutfit und die Laufschuhe oder in einen Badeanzug. Zum Laufen geht es auf ihre Lieblingsstrecke durch den Münchner Olympiapark, in den Park des pittoresken Nymphenburger Schlosses oder an die Regattastrecke Oberschleißheim.

Dieses Portrait ist Teil unserer Kollaboration mit ClassPass und unserer gemeinsamen Kampagne, #bethebalance die uns nach Berlin, München und Paris führt. Mehr dazu am Ende dieser Story.

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„Jeder muss seine eigene Motivation selbst generieren. Nur wenn die Motivation aus mir selbst kommt, behalte ich sie langfristig.“

Für Klietz ist es der ideale Einstieg in ihren Tag: „Die Sonne geht auf, die Stadt erwacht und ich finde es schön, dass ich unterwegs bin, bevor der Trubel losgeht. Ich bin dabei total für mich allein“, beschreibt die Ärztin, Gründerin der Fitness-Community Fitmedmary und Mitinhaberin des Medizin-Blogs Doctor.Aesthetics die Magie dieser Stunde. „Laufen ist für mich meditativ. Ich höre nur auf meine Schritte, das beruhigt mich sehr. So lasse ich meinen Gedanken freien Lauf.“ Rund zwölf Kilometer joggt sie, bis sie in ihre Altbauwohnung im Münchner Stadtteil Neuhausen zurückkehrt. Dort lebt sie mit ihrem Freund Matthias Aitzetmüller. Auch er arbeitet als Arzt, liebt Sport und Triathlon genauso sehr wie Klietz. Ihr Zuhause ist hell und geräumig, im Wohnzimmer lehnen zwei Rennräder an der Wand.

Schon mit zwölf Jahren nahm die Dermatologin an ihrem ersten Triathlon teil, als Jugendliche war sie Leistungsschwimmerin. Bis 2011 war sie Mitglied im nationalen Triathlon-Team und reiste weltweit zu Wettkämpfen. „Sport ist für mich ein Ausgleich, um vom Stress des Alltags runterzukommen“, erzählt sie. „Ich spüre, wie dabei Glückshormone ausgeschüttet werden, ich habe so viel mehr Lebensfreude und Energie.“ Sport ist für sie auch ein mentaler Anker. Durch ihr kontinuierliches Training gewinnt sie mehr Durchsetzungsvermögen und Willenskraft: „Sport hat ja auch hormonelle Auswirkungen: Es wird mehr Testosteron ausgeschüttet, wodurch man leistungsfähiger wird.“

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Jeden Wochentag fährt sie in die Arztpraxis am Tegernsee, in der sie ihre Facharztausbildung zur Dermatologin absolviert. Sie bildet sich weiter, richtet den Blick diszipliniert nach vorne und trotzdem trainieren sie und ihr Freund zusätzlich ungefähr zehn Stunden in der Woche. Eine Herausforderung, die sie persönlich immer weiter nach vorne bringt. Ab August erhöht sich das Pensum, denn Ende September nimmt sie an ihrem ersten Ironman im italienischen Cervia teil. Ihr Freund startet auch.

„Jeder muss seine eigene Motivation selbst generieren. Nur wenn die Motivation aus mir selbst kommt, behalte ich sie langfristig.“ Für Marie-Luise war auch ihre Erziehung prägend: „Meine Eltern sind Macher-Typen. Mein Papa hat mehrere Iron Mans geschafft. Sie haben mich immer angetrieben.“ Motivierend ist für Marie-Luise aber auch ein ständiger Austausch mit Gleichgesinnten: „Über diese Kommunikation entwickle ich mich weiter, weil ich mich selbst hinterfrage.“ Sie ist Teil einer virtuellen Triathlon-Community mit etwa 800 Mitgliedern. Zusammen fahren sie in Gruppen ins Trainingslager nach Mallorca. Aber auch von ihren Trainings, die sie im Englischen Garten leitet, profitiert sie, denn sie trifft dort SportlerInnen mit den unterschiedlichsten Leistungslevels: „Leute, die besser sind, pushen mich.“

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Wenn Marie-Luise wenig Zeit hat, schwört sie auf High Intensity Training. Das dauert nur 15 bis 20 Minuten und folgt dem Tabata-Format, das der japanische Sportwissenschaftler Izumi Tabata entwickelte. Einem Intervall von 20 Sekunden Arbeit folgt eine 10- sekündige Pause, bei acht Wiederholungen. Nach drei bis vier solcher Blocks ist man fertig. „Du kannst danach kaum mehr aufstehen, aber es ist das effektivste Training für Stoffwechseloptimierung, Muskelerhalt und Fettverbrennung.“ Ganz wichtig ist für sie, dass man im Sport einen gesunden Mittelweg findet: „Man muss nicht jeden Tag Sport machen, um eine optimale Auswirkung für die Gesundheit zu erzielen: Drei bis vier Mal die Woche 30 bis 40 Minuten reichen auch.“

Die Dermatologie war ihr Wunschberuf: „Sie ist für mich ein schönes Zusammenspiel aus klassischer, operativer und ästhetischer Medizin.“ Als Dermatologin befasst sich Klietz intensiv mit den positiven Effekten von Sport auf die Haut: „Sie wird besser durchblutet, bekommt eine bessere Struktur und mehr Vitalität.“ Wenn man Marie-Luises reinen Teint sieht, ist schwer vorstellbar, dass sie selbst mit Hautproblemen zu kämpfen hatte. Doch während ihres zweiten Staatsexamens Ende 2016 hatte sie „schlimme Haut“, wie sie im Rückblick erzählt: „Ich habe mich unwohl gefühlt und ging nie ohne Make-Up vor die Tür.“ Hormonelle Schwankungen, aber auch eine unausgewogene Ernährung mit einem Übermaß an Milchprodukten waren ihrer Meinung nach die Auslöser. Mit Hilfe von Vitamin-A-Säure-Tabletten bekam sie das Problem innerhalb eines dreiviertel Jahres aber wieder gut in den Griff.

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„Laufen ist für mich meditativ.”

Was sind ihre Regeln für eine gesunde Lebensweise? Kein Einfachzucker, nicht Rauchen, wenig Alkohol und: „Sonnenschutz ist das beste Anti-Aging-Mittel. Viele Menschen bedenken nicht, dass die UVA-Strahlung auch bei weniger gutem Wetter stark ist. Wenn ich mich nie eincreme, kriege ich später unvermeidbar Falten.“ Aber auch bei ihrer Ernährung achtet sie darauf, was der Haut gut tut: wenig Kohlenhydrate und viele gute Fette, Avocados, Fisch und Nüsse stehen oft auf ihrem Speiseplan: „Die Low-Carb-Variante ist gut für die Haut.“

Begleitet man die gebürtige Thüringerin auch nur für ein paar Stunden scheint ihre Disziplin hervor, gepaart mit einer aufgeschlossenen Mentalität. In ihrem täglichen Leben “gibt es keine tote Zeit”. Ihre Tage enden oft erst spät. Nach einem stressigen Arbeitstag absolviert Klietz abends am liebsten ein Low Intensity-Training, also etwa eine Stunde laufen ohne Druck. Gegen 12 Uhr geht sie schlafen, um genug Energie für den neuen Tag zu tanken. Der Blick nach vorne bringt Klietz weiterhin um die Welt, in Kontakt mit den Menschen, die sie motivieren, von einer Disziplin zur nächsten. Ihr großer Traum: Sie möchte sich für den Ironman auf Hawaii 2020 qualifizieren.

Schon ihr ganzes Leben lang liebt Marie-Luise Klietz Fitness. Seitdem sie schwimmen kann und ihren ersten Thriatlon mit zwölf Jahren absolvierte, ist körperliche Aktivität ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Seit zwei Jahren macht sie eine Ausbildung zur Dermatologin in München.

Dieses Portrait ist in Kollaboration mit dem Anbieter für Fitnessstudio-Mitgliedschaften ClassPass entstanden. Die Suche nach der richtigen Balance im Leben ist wichtig, davon sind ClassPass und Freunde von Freunden überzeugt. Wer Ruhe braucht, findet sie, wer die Kontrolle im harten Training verlieren will, schafft das besonders gut, wenn eine innere Ausgeglichenheit gegeben ist. In drei Geschichten schauen wir, wie man die Balance in der eigenen Community halten kann, wie man einen gesunden Lebensstil führen und ab und zu aus der Comfort Zone heraustreten kann. Hier gibt es die kostenlose Mitgliedschaft für einen Monat in München

Text: Annette Walter
Fotografie: Boerge Sierigk