Freunde von Freunden

Sidney Kristiansen
Co-Founder of Comptoir du Cidre, House & Bar, Pays de Caux & Kreuzberg, Normandy & Berlin
Interviews > Sidney Kristiansen

Inmitten von grünen Apfelhainen und blau blühenden Flachsfeldern liegt das kleine Dorf St. Honoré. Wenige Häuser umringen die winzige Kirche, manche neu, die meisten alt. Der Holunder am Straßenrand ist in voller Blüte, große weiße Büsche verströmen in der Sonne den typisch schweren Duft, etwas zu süß, etwas zu lieblich. Das lange sehr schmale Backsteinhaus mit dem Reetdach liegt versteckt hinter hohen Hecken in einem großen, sehr, sehr grünen Garten. Selbstverständlich stehen neben dem Haus Apfelbäume und auf der benachbarten Wiese wohlbeleibte Kühe. Wir sind in der Normandie.

Der gebürtige Kanadier Sydney Kristiansen ist vor zwei Jahren hierher gezogen, zusammen mit seinem Partner Emmanuel und den beiden Katzen Wasabi und Wakame. Das Haus in der Normandie hat das Leben der beiden gründlich verändert. Mittlerweile lebt Sidney mit einem Fuß in Berlin, um sein neugegründetes Unternehmen, das Comptoir du Cidre, voran zu treiben. Das idyllische Haus in der Normandie hat ihn dazu inspiriert Cidre-Scout zu werden und handwerklich hergestellten Cidre in Deutschland bekannt zu machen.

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Du hast 10 Jahre in Paris gelebt und gearbeitet, wie kam es zu dem Umzug in die Normandie?

Das war ein wirklicher Zufall. Wir hatten gar nicht geplant aus Paris weg zu ziehen und schon gar nicht in die Normandie. Tatsächlich waren wir auf der Suche nach einem Wochenendhaus im Süden, ein Rückzugsort, um gelegentlich dem Pariser Stress zu entfliehen. Doch dann kam alles anders.

Was ist passiert?

Zuerst sahen wir diesen Film, diese britische Komödie mit dem tiefschwarzen Humor. Sie heißt Withnail & I. Zwei komplett verarmte Schauspieler wollen ihrem eher anstrengenden Londoner Dasein entfliehen und ein paar sorgenfreie Tage in einem Cottage auf dem Land verbringen. Aber das Cottage hat kein Strom und keine Heizung, natürlich regnet es in Strömen, es ist überall furchtbar matschig, die Kühe des Nachbarn brechen aus, die Einheimischen sind sehr merkwürdig… es ist alles eine Katastrophe. Aber wir haben uns in den Gedanken an ein Haus auf dem Lande verliebt.

Und dann habt ihr angefangen zu suchen?

Ja. Zuerst im Internet und wie gesagt im Süden. Wir hatten eine Liste gemacht, von den Dingen, die uns wichtig waren: ein Kamin, ein Garten, viel Holz… Nach einer sehr erfolglosen Online Recherche war ich furchtbar entmutigt. Nichts passte in unser Budget.
Aber am nächsten Tag habe ich auf dem Weg zum Büro etwas getan, was ich wirklich sonst nie getan habe. Ich habe die Straßenseite gewechselt und in das Schaufenster eines Immobilienmaklers geschaut.

Nein, lass mich raten…

Ja wirklich! Dort habe ich eine Anzeige für unser Haus gesehen. Es war das erste Haus dass zu unserem Budget passte. Wir haben es noch in derselben Woche gekauft.

Was hat euch denn so gut an dem Haus gefallen?

Das war bestimmt nicht die Lage in der Normandie. Auch wenn ich mittlerweile denke, dass uns der Film Withnail & I perfekt auf das Leben hier vorbereitet hat. Es regnet viel, der Nachbar hat Kühe, die Einheimischen sind manchmal skurril und in der Anfangszeit hatten wir kein Strom und keine Heizung. Nein, es waren der wunderschöne Garten und der große Kamin, die uns gleich begeistert haben.

In welchem Zustand war denn das Haus? Habt ihr den Umbau selber gemacht?

Ja, bis auf Elektrik und Heizung. Das Haus war jahrelang unbewohnt und davor gehörte es einer alten Dame. Es war zwar komplett verbaut und furchtbar tapeziert, aber wir dachten uns nichts dabei. Dann haben wir die Ratten entdeckt.

Ratten?

Gleich in der ersten Nacht. Kurz nach dem Kauf wollten wir mit dem Umbau anfangen und haben auf Matratzen in einem der Zimmer geschlafen. Neben uns das Werkzeug. Als wir die Taschenlampen ausgemacht haben, ging das Getrappel und Gequietsche in der Wand los. Ehrlich gesagt war es furchtbar. Emmanuel hat einen großen Hammer genommen und die Wandverkleidung eingeschlagen. Dahinter rannten riesige Ratten hin und her. Wirklich riesig. Die mussten wir dann erstmal loswerden.

Das hört sich ja nicht so gut an. Wie lange hat der Umbau gedauert?

Ungefähr ein Jahr. Wir hatten ja nur am Wochenende Zeit. Aber es hat uns sehr viel Spaß gemacht an dem Haus zu arbeiten und zu überlegen wie es aussehen soll. Das war sehr motivierend.

Warum hat das Haus eigentlich eine so eigenartige Form? Es ist ja sehr lang und sehr schmal. Ist das typisch für die Normandie?

Nein, das ist wohl eher typisch für die Zeit aus der es stammt. Der Sonnenkönig Ludwig XIV hatte diesen berühmten Wirtschaftsminister Colbert. Der wollte die Marine stärken und hat verordnet, dass alle Bäume, die länger als vier Meter sind, für den Schiffsbau verwendet werden müssen. Deswegen gab es keine langen Trägerbalken für den Hausbau und man hat schmale Häuser bauen müssen. Zum Ausgleich hat man sie eben auch besonders lang gebaut. Eigentlich bestand das Haus aus vielen kleinen nebeneinander liegenden Zimmern. Sie waren nicht miteinander verbunden, hatten aber alle eine eigene Eingangstür. Wir haben die meisten Zwischenwände eingerissen und das Schlafzimmer und das Gästezimmer unter das Dach gelegt.

Hattet ihr eine klare Vorstellung, wie das Haus aussehen und eingerichtet werden sollte?

Uns war klar, dass wir einen eher klassisch, eher männlichen Stil haben. Viel dunkles Holz, gedeckte Farben, etwas Kupfer, etwas Messing, gerahmte Drucke…. Aber als wir das Haus gekauft haben, wussten wir noch nicht, wie gut es zu uns passen würde. Das haben wir erst während des Umbaus entdeckt, als die Holzträger zum Vorschein kamen, als wir die Wände mit dem Lehm verputzt und die verschiedenen Holzsorten verbaut haben.

Wie kamt ihr auf die Idee die Innenräume mit dem Lehm zu verputzen?

Wir waren ja durch die Ratten ziemlich traumatisiert. Die wohnten hinter diesen künstlichen Wandverkleidungen. Als die schrecklichen Wände weg waren und die Ratten auch, haben wir richtig aufgeatmet und wir sind uns sicher, das Haus tat das auch. Wir haben dem Haus versprochen, dass es von nun an immer Atmen können würde. Deswegen haben wir nur atmungsaktive Materialien wie Lehm und natürliche Farbpigmente verwendet.

Hast Du ein Lieblingsraum im Haus?

Die Küche! Die Küche ist für mich das Herz des Hauses. In meiner Kindheit in Kanada hatten wir eine Küche im amerikanischen Stil mit einer Theke, an der meine Schwester und ich eigentlich den ganzen Tag verbracht haben. Wir haben dort gespielt, Hausaufgaben gemacht, unserer Mutter beim Kochen und unserem Vater beim Frühstück machen zugeschaut und natürlich haben wir dort gegessen. Das wollte ich wieder haben. Also haben wir in unserer Küche eine Art Insel eingebaut, an der wir mit unseren Gästen sitzen und kochen können.

Und dein liebster Einrichtungsgegenstand?

Mein Aga Herd. Ursprünglich wollte ich einen richtigen Holzherd haben. Aber das ging aus technischen Gründen wegen dem Kamin nicht. Dann habe ich mich für einen elektrischen Aga Herd entscheiden. Der kam meinem Wunsch nach Entschleunigung am nächsten.

Man hört heraus, dass Du gerne kochst!

Ja, wirklich sehr gerne. Ich wache morgens auf und denke gleich daran, was ich tagsüber Kochen und Backen kann. Am Schönsten ist es am Samstag, da fahren wir nach Dieppe auf den großen Markt und kaufen ein. Noch zappelnden Fisch bei den Fischern, Obst & Gemüse beim Bauern, natürlich den guten Camembert aus der Umgebung und die salzige Rohmilchbutter am liebsten bei der Frau mit den schönen Töchtern. Die haben die cremigste Haut, die ich je gesehen habe. Das liegt bestimmt an der Butter.

Mit Deiner Schwester Leila eröffnest Du jetzt Ende Juli 2014 in Berlin das Comptoir du Cidre, ein Restaurant in dem ausschließlich Cidre serviert wird. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Eines kann man sagen: Ohne unser Haus in der Normandie wäre es dazu nicht gekommen! Leila war im vergangenen Sommer einen Monat bei uns. Wir waren schon lange nicht mehr so intensiv zusammen. Wir haben viel geredet und vor allem viel gekocht. Leila ist eine passionierte Köchin. Sie hat in Restaurants gearbeitet seitdem sie 14 Jahre alt ist. Nach dem gemeinsamen Monat war mir klar, dass ich mit ihr ein Projekt starten möchte. Sie wohnt mit ihrem Mann seit einigen Jahren in Berlin und meine erste Idee war, beide in die Normandie zu locken und mit Leila ein Restaurant zu eröffnen. Ihr Mann wollte aber nicht so gerne in die Normandie ziehen.

Und jetzt eröffnet ihr ein Restaurant in Berlin? Du bist gerade erst in der Normandie angekommen und schon ziehst Du wieder weg?

Nicht ganz. Wir werden unsere Zeit zwischen der Normandie und Berlin aufteilen. Das Comptoir du Cidre ist nicht nur ein Restaurant, sondern ein Unternehmen, mit dem wir handwerklich hergestellten Cidre und die normannische Esskultur nach Deutschland bringen möchten.

Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Als klar wurde, dass Leila und ihr Mann nicht in die Normandie ziehen würden, habe ich nach einer Idee für ein gemeinsames Projekt in Berlin gesucht. Es sollte natürlich etwas mit einem Bezug zu meinem neuen Leben hier sein. Bei einer sehr guten Flasche Cidre kam die erste Inspiration. Hier in der Normandie gehört Cidre zum Leben dazu. In Deutschland ist die enorme geschmackliche Vielfalt von handwerklich hergestelltem Cidre kaum bekannt. Da habe ich eine Chance gesehen. Dann fing ich an Cidre zu scouten.

Der Cidre Scout war geboren! Wie hast Du Deine Idee weiter verfolgt?

Ich habe viele kleine Produzenten hier in der Normandie besucht, mit ihnen gesprochen, mir ihre Arbeit erklären lassen und ganz, ganz viel Cidre probiert. Die interessantesten Sorten habe ich nach Berlin gebracht und dort mit Leila auf dem Street Food Thursday in der Markthallen Neun in Kreuzberg angeboten. Leila hat passend zu dem Cidre kleine Speisen gekocht. Das Interesse an unserem Angebot war überwältigend. Das hat uns viel Mut gegeben weiter zu denken und wir haben angefangen, von einem eigenen Restaurant zu träumen. Und von einer eigenen Cidre Marke. Tatsächlich gibt es auch noch viele andere wunderbare handwerklich hergestellte Lebensmittel aus der Normandie, die wir nach Deutschland bringen möchten. Butter und Käse aus Rohmilch stehen ganz oben auf der Liste.

Das sind wunderbare Pläne für Berlin. Wie geht es in der Normandie weiter?

Ich möchte soviel Zeit wie möglich hier verbringen und mich inspirieren lassen. Weil uns die Renovierung des Hauses soviel Spaß gemacht hat, haben Emmanuel und ich ein weiteres Haus gekauft, eine wunderschöne Ruine, die uns noch viel Arbeit machen wird. Das haben wir durch den Verkauf unserer Wohnung in Paris finanziert. Unser jetziges Haus möchten wir verkaufen, um das neue Haus renovieren zu können. Die Renovierung und der Verkauf von Häusern in der Normandie ist vielleicht auch ein gutes Geschäftsmodell. Wie man hier sagt: „On verra!“ Wir werden sehen. Und guten Cidre dabei trinken.

Vielen Dank für ein wunderschönes Wochenende in der Normandie und viel Erfolg! Comptor du Cidre eröffnet am 8. August 2014 in der Kollwitzstraße 98 in Berlin. Sidney und sein Cidre freuen sich bis dahin über Besuch in der Markthalle Neun.

Fotografie: Lu Wenpeng (Normandie)
Marlen Mueller (Berlin)
Interview & Text: Cathrin Brandes

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