Sabine Hueck
Kochbuchautorin, Köchin, Foodstylistin, Berlin
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Die Küche ihrer Kindheit liegt in Sao Paulo.

Inmitten von Mangos, Papayas und Bananen träumte Sabine allerdings von für sie exotischen Früchten wie Johannisbeeren, Kirschen und Zwetschgen. Den Früchten der Herkunft ihrer Familie- Deutschland. Sie dachte immer, wenn sie so etwas irgendwann essen würde, explodiert die Welt, erklärt sie. So gut hörte es sich in den Erzählungen ihrer beiden Omas an, zwei Berlinerinnen, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Als auch Sabine anfing professionell zu kochen, war ihr bald klar, dass ihre Oma nicht die Einzige war, die sich neuen Bedingungen anpassen musste. Während ihrer Reisen durch Lateinamerika, Asien und Europa hat sie dann festgestellt, dass die besten Gerichte das Ergebnis gewagter Kombinationen aus den verschiedensten Länderküchen, umgesetzt mit den jeweilig regionalen Zutaten, sind. Auf die Frage welchen Ort sie nun nach so vielem Reisen als ihr Zuhause bezeichnen würde meint sie “Generell fühle ich mich heimisch wo ich eine Küche finde, um die lokalen Zutaten und Rezepte zu kochen… Die Küchen der verschiedenen Länder zu verstehen ist die kulturelle Herausforderung überhaupt, die globale Küche ist spannender als jeder Krimi!”, sagt sie in Ihrem Buch mit Margot Knapp “Höllisch scharf und himmlisch süß”.

(EN) When asked which region from her many travels she would call home, Sabine mused, “In general, I feel at home when I find a kitchen, when I can cook local recipes with local ingredients… to understand the kitchens of foreign countries is, indeed, a challenge for all cultures.” Speaking to Margit Knapp in her book, Sabine claims “The global kitchen is as exciting as any crime thriller; it’s hellishly spicy and heavenly sweet!”

Pão de Queijo- Brasilianische Käse-Maniok-Brötchen

Die kleinen Bällchen haben einen Durchmesser von ca. drei bis fünf Zentimeter. Manchmal werfen sie beim Backen kleine Bläschen, die Oberfläche berstet und Risse bemasern die spröde wirkende Haut. Doch sind sie alles andere als trocken. Luftig und weich, fast cremig ist die Konsistenz der Brötchen. Die Käsemischung im Inneren färbt den Teig leicht gelb.

Für 50-60 Brötchen

  • 400g Tapiokamehl

  • 150ml Milch oder Buttermilch

  • 100ml Öl

  • 1 1/2 TL Salz

  • 2 Eier

  • 260g geriebener oder reifer Gouda

Zubereitung

Tapiokamehl in eine Schüssel geben. Milch oder Buttermilch, Öl und Salz in einem Topf bis zum Kochen erhitzen. Die heiße Flüssigkeit zu dem Mehl geben und mit einer Gabel zu einer festen Masse verrühren. Wenn die Masse lauwarm ist, die Eier nacheinander hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den geriebenen Käse dazugeben und gut durchkneten. Der Teig sollte etwas klebrig und fest sein.

Wenn die feuchte Teigmasse allzu klebrig erscheint, eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Aus dem Teig walnussgroße Bällchen formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech mit ausreichend Abstand verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 250° C (Umluft … C) auf der mittleren Schiene ca…..Minuten backen.

Die Brötchen sollten nicht braun werden, sondern außen goldgelb und innen noch feucht sein. Sofort heiß servieren.

Tipp:

Die ungebackenen Käsebällchen eignen sich perfekt zum Einfrieren, man kann sie problemlos in gefrorenem Zustand in den Ofen schieben. So hat man auch später noch ohne viel Arbeit ein leckeres Häppchen.

Wie genau Sabine zum Kochen kam, was ihre besondere Cuisine ausmacht und weitere leckere Rezepte aus ihrer Sammlung könnt ihr in den folgenden Wochen bei uns lesen.

Text:

Fotografie: Carina Adam